Psychologische Gutachten
Psychologische Gutachten

Texte

Wolfgang Palm. Anmerkungen zur Beschwerdenvalidierung | neu - 01/2020

Sind die bei einer Begutachtung vortragenen Beschwerden auch valide, anders formuliert: Sie sie glaubwürdig oder authentisch? Und wie lassen sich authentische von nicht-authentischen oder unglaubwürdigen, übertriebenen oder gar nicht vorhandenen Beschwerden unterscheiden? Denn in einem Gutachten sollen ja Störungen oder Fähigkeitseinschränkungen festgstellt werden, die zu einer Entschädigung, einer Rente, einem MdE oder einem GdB führen. Das gelingt indes nur, sofern keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Beschwerden und an der Mitarbeit einer Proband*in bestehen. Doch wie lassen sich die Zweifel begründen oder ausrä

umen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das hier verlinkte Papier.

Wolfgang Palm. Stringenz und Kohärenz statt Autoritätsbeweis | neu - 01/2020

Reflexionen über das Schreiben psychologischer Gutachten nach mehr als 13 Jahren Tätigkeit auf diesem Gebiet voller tradierte Abläufe und eng abgesteckter Fachgrenzen, auf dem nicht die Stringenz und Kohärenz in der Argumentation regiert, sondern nach wie vor der Autoritätsbeweis. Hier geht es nicht darum, wie man ein Gutachten schreiben sollte – dafür gibt es Lehrbücher und Kurse – sondern darum, wie sie erstaunlicherweise immer noch geschrieben werden.

Wolfgang Palm. Genauigkeit in der Aufmerksamkeitstestung

Aufmerksamkeitstestungen sind Reaktionszeitmessungen. Zusätzlich werden fehlerhafte Reaktionen gezählt. Solche Testungen sind im Grunde nur computerisiert durchzuführen; sie bestehen aus einfachen Reizvorlagen, die in verschiedenen Zeitabständen optisch und/oder akustisch erfolgen, auf die sofort mittels ein oder zwei Tasten zu reagieren ist. Die Ergebnisse werden anschließend vom Programm in Normwerten ausgegeben, die die Positionierung einer Proband*in relativ zu einer Stichprobe erlauben. Doch es gibt zusätzliche Auswerte- und Interpretationsmöglichkeiten, die praktisch so gut wie nie genutzt werden. Sie beruhen darauf, dass Reaktionszeiten eben Zeiten sind, die direkt gemessen werden, also ohne Bezug auf irgendeine psychologische Theorie. Ebenso direkt werden die Fehler gezählt. Beides eröffnet zusätzliche direkte Auswertungsmöglichkeiten, die spezifisch auf die jeweilige Proband*in bezogen sind. So lässt sich eine Größe Genauigkeit ermitteln, die einen Vergleich der durchgeführten Tests ermöglicht.

Wolfgang Palm. Die neuropsychologische Testung – eine Testung aktueller Leistungsfähigkeit

Mit knapp 50% stellen psychische Erkrankungen den häufigsten Grund für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente dar. Doch nicht die Erkrankung und damit die Diagnose sind als solche ist hierfür für Versicherer und Sozialgerichte ausschlaggebend, sondern nur deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Betroffenen. Dieser Punkt wird von vielen Betroffenen oft missverstanden. Immer häufiger spielt die sogenannte neuropsychologische Testung in der Feststellung der noch vorhandenen Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle.

Ursula Kühl. Das versicherte Gehirn: Neuro-psychologische Gutachten im Aufwind.

Der Bedarf an Fachkompetenz aus Recht, Medizin und Psychologie steigt an. Psychische Störungen sind inzwischen die häufigste Ursache für Anträge auf Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente. Nicht wenige darunter landen vor Gerichten. In Nordrhein-Westfalen fand deswegen im Nov. 2016 ein Parlamentarischer Abend zum Thema Qualitätssicherung von Gerichtsgutachten statt. Bei Anträgen auf oder in Gerichtsprozessen um Berufs- und Erwerbsunfähigkeitenrenten reichen psychiatrische Gutachten nicht mehr aus. Denn allein aus Anamnese, Krankheitsschilderung und Diagnose folgt keine gültige Beurteilung von Fähigkeiten, die zur Berufsausübung nötig sind. Hierzu sind spezielle psychologische Testungen erforderlich, für die sich der Name Neuropsychologische Testung eingebürgert hat.Hier fügen Sie einfach eine kleine Beschreibung ein.

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© 2020 Dr. Wolfgang Palm, Dipl.-Psych., Dipl.-Phys.